Tutorium Quercopolitanum - Andreas Hartmann

7.3.2.2 Fachbibliographien:

Fachbibliographien erfassen nur Titel zu einem mehr oder weniger eng definierten Fachbereich.
  1. Année Philologique (APh), Druckfassung und Online-Datenbank:
    Die große altertumswissenschaftliche Jahresbibliographie, die theoretisch alle Publikationen verzeichnet. Da die Erfassung sehr aufwändig ist, erscheinen die Bände mit einer Verzögerung von etwa zwei Jahren, auch hier finden Sie also die neueste Literatur nicht. Dennoch ist die APh das ihren Beständen nach umfassendste Suchinstrument. Eine gegenwärtig die Jahre 1924-2007 umfassende elektronische Version ist unter http://www.annee-philologique.com/aph verfügbar, allerdings nicht kostenlos. Die UB hat jedoch eine IP-Lizenz für die KU erworben. Sie erhalten also ohne Passwortabfrage Zugriff, wenn Sie die Site aus dem Universitätsnetz heraus besuchen. (ACHTUNG!!! Die IP-Adresse Ihres Rechners wird in einer lokalen Cookie-Datei gespeichert. Sofern Sie sich also via VPN [dazu s. u.] einloggen wollen, ist unbedingt zuerst die VPN-Verbindung herzustellen, bevor die APh aufgerufen wird, weil sonst bereits Ihre private IP abgespeichert ist, was wiederum eine Passwortabfrage von Seiten der APh provoziert! In diesem Fall über die entsprechende Browserfunktion Verlauf und Cookies löschen.) Seit einiger Zeit stehen auch brauchbare Ausgabe- und Exportfunktionen zur Verfügung, neuerdings auch eine Verknüpfung mit lokalen Bibliotheksangeboten via Ex libris SFX. Zudem sind in der APh zu vielen Aufsätzen auch kurze Zusammenfassungen vorhanden. Durch eine Volltextsuche erhalten Sie oft viele Literaturangaben, die sie allein vom Titel her nie für relevant gehalten hätten. Außerdem bekommen Sie so schon beim Bibliographieren einen groben Überblick über aktuelle Forschungsdiskussionen.
  2. Gnomon und Gnomon Online, Downloadversion und Online-Datenbank:
    Eichstätter Hausmarke. Das Produkt des hiesigen Lehrstuhls für Alte Geschichte glänzt durch herausragende Aktualität (fast wöchentliche Updates der Online-Datenbank unter http://www.gnomon-online.de, genaue Verschlagwortung (Thesaurus), flexible Ausgabemöglichkeiten und die Möglichkeit, auch komplexe Suchanfragen zu formulieren. Außerdem erschließt die Gnomon-Datenbank schwerpunktmäßig ansonsten nur schwer nachzuweisende Literatur und bezieht auch ältere Arbeiten, die in der elektronischen APh nicht erfasst sind, in Auswahl mit ein. Die Benutzung ist also nicht nur aus Lokalpatriotismus unumgänglich. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen der frei verfügbaren Downloadversion, welche die kompletten Datenbestände enthält und jährlich in aktueller Fassung neu erscheint, einerseits und dem Webangebot Gnomon Online andererseits, das nur die Titelangaben der letzten Jahre (momentan ab 2005) enthält und v. a. als aktualisierende Ergänzung zur Komplettversion genutzt werden sollte. Es genügt also in keinem Fall, nur Gnomon Online zu konsultieren!! Seit dem Update 2006 besitzt die Gnomon-Komplettversion eine neue Oberfläche, welche die Benutzung der Datenbank erheblich vereinfacht. Mittlerweile ist auch Gnomon Online auf dieses System umgestellt. Seit dem Update 2007 ist in den Gnomon zudem ein französischer Thesaurus integriert, seit dem Update 2009 auch ein englischer und italienischer. Die Universitätsbibliothek Würzburg sowie die Universitätsbibliothek Duisburg haben elektronische Tutorials erstellt, die in die Benutzung der Gnomon-Datenbank einführen. Eine freundliche externe Würdigung der Gnomon-Datenbank finden Sie hier.
  3. Dyabola, CD-ROM und Online-Datenbank:
    Während die APh ursprünglich vor allem eine philologische Bibliographie war (Titel!), kann Dyabola als das wichtigste Verzeichnis archäologischer Fachliteratur gelten. Beides ist im Rahmen eines althistorischen Referates zu berücksichtigen. Das Projekt begann als Digitalisierung des Realkatalogs des Deutschen Archäologischen Instituts in Rom, bezieht aber mittlerweile auch andere Bestände mit ein (z. B. Neuanschaffungen der École Française de Rome, der the British School at Rome, der American Academy in Rome und der Escuela Española de Historia y Arqueologia en Roma). Die Datenbank kann unter http://www.dyabola.de aus dem Universitätsnetz heraus benutzt werden. Dazu müssen Sie jedoch auf der Eingangsseite unbedingt die Option „IP-Access“ aktivieren!
  4. Zentraler Online-Katalog des DAI (ZENON DAI), Online-Datenbank:
    Verbundkatalog der verschiedenen Standorte des Deutschen Archäologischen Instituts, der teilweise auch die früher nur in Dyabola verfügbaren Daten enthält (d. h. den Realkatalog des Deutschen Archäologischen Instituts in Rom). Beide Datenbanken entwickeln sich seit einigen Jahren getrennt fort, wobei der Datenzuwachs bei Dyabola wohl größer ist. ZENON ist frei zugänglich unter http://opac.dainst.org. Im Vergleich zu Dyabola mutet die Suchoberfläche allerdings steinzeitlich an.
  5. OLC-SSG Altertumswissenschaften, Online Datenbank:
    Fachspezifischer Auszug aus dem Inhaltsverzeichnisdienst der deutschen Bibliotheksverbünde (http://gso.gbv.de/DB=2.44, zugänglich nur aus dem Universitätsnetz). Umfasst gegenwärtig 162 Zeitschriften, vornehmlich seit dem Jahr 1993.
  6. Droits Antiques Database (DRANT), Online-Datenbank:
    Rechtshistorische Datenbank (http://www2.misha.fr/flora/jsp/index.jsp). Für staatsrechtliche und verwaltungsgeschichtliche Themen eine wichtige Fundgrube. Die Verschlagwortung ist hervorragend.
  7. Bulletin Analytique d'Histoire Romaine (BAHR), Online-Datenbank:
    Datenbank zur römischen Geschichte (http://www2.misha.fr/flora/jsp/index.jsp). Die Oberfläche entspricht derjenigen von DRANT. Auch hier imponiert die dichte Verschlagwortung.
  8. Datenbank zur prähistorischen und klassischen Archäologie und Geschichte im Netz (DAPHNE), Online-Datenbank:
    Metasuche in mehreren französischen Fachdatenbanken (http://www.daphne.cnrs.fr), darunter auch BAHR.
  9. Index Theologicus (IxTheo), CD-ROM und Online-Datenbank:
    Wertet theologische Zeitschriften, Festschriften und Kongressberichte der UB Tübingen aus. Erfasst sind Bestände seit dem Jahr 1973. Frei zugänglich unter http://www.ixtheo.de. Jeweils die letzten drei Monatslieferungen sind auch unter http://www.ixtheo.de/zid-curr/index.html konsultierbar. Die von 1975-1982 erschienenen Ausgaben des ZID Theologie liegen eingescannt unter http://www.ixtheo.de/zid-curr/zid_retr.htm vor.
  10. Base d’Information Bibliographique en Patristique (BIBP): http://www.bibl.ulaval.ca/bd/bibp.
    Bietet Abstracts zu den erfassten Aufsätzen. Die Erschließung erfolgt über eine dichte Verschlagwortung nach Disziplinen, Themen und behandelten Quellen.
  11. Theologische Literaturdokumentation Innsbruck (THEOLDI): http://www.uibk.ac.at/theol/theoldi.
    Von altertumswissenschaftlichem Interesse insbesondere wegen der enthaltenen Bibelwissenschaftlichen Literaturdokumentation BILDI.
Nutzung von Datenbanken über das DBIS Eichstätt

Etliche der genannten Datenbanken sind nicht frei im Internet verfügbar. Entweder sind diese als Applikationen über den CD-ROM-Server der UB verfügbar gemacht oder – im Falle von Webdatenbanken – für die Netzwerkadressen der KU freigeschaltet. Die entsprechenden Angebote (z. B. APh, Gnomon, Dyabola u. v. m.) können Sie also zunächst nur innerhalb des lokalen Netzwerkes der KU nutzen, etwa von den Terminals im Lesesaal aus.

Es gibt aber auch die Möglichkeit, von jedem mit dem Internet verbundenen PC aus eine virtuelle Verbindung mit dem Intranet der KU herzustellen. Man spricht dann von einem Virtual Private Network (VPN). Sobald die VPN-Verbindung hergestellt ist, können Sie von ihrem heimischen PC aus die kompletten Angebote des DBIS Eichstätt nutzen.

Um eine VPN-Verbindung einzurichten, müssen Sie den bereits vorkonfigurierten Cisco VPN Client von den Seiten des Rechenzentrums herunterladen und installieren: http://www.ku-eichstaett.de/Rechenzentrum/dienstleist/zugang/vpn. Danach können Sie normalerweise sofort die Verbindung herstellen, wobei Sie zur Authentifizierung nur Ihre normale Novell-Benutzerkennung und Ihr Passwort benötigen. Falls Sie eine Firewall verwenden, kann es mitunter zu Problemen kommen.

Zur Nutzung des WLAN in den Lesesälen der UB benötigen Sie übrigens denselben Cisco VPN Client – eine Installation lohnt also doppelt!