Tutorium Quercopolitanum - Andreas Hartmann

7.3.2.3 Volltextarchive/Buchsuchen:

Völlig neue Möglichkeiten der Literatursuche eröffnen Buchsuchen wie Google Books (http://books.google.de), das vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels gestartete Libreka (http://www.libreka.de) oder amazons A9 (http://a9.com). Hier kann jeweils der komplett digitalisierte Volltext der aufgenommenen Bücher abgefragt werden. Sofern das Copyright bereits abgelaufen ist, können bei Google Books sogar ganze Bücher heruntergeladen werden. Ein Zugriff auf den Volltext ist bei noch urheberrechtlich geschützten Werken natürlich nicht möglich, doch können die genauen Seitenangaben für die Treffer abgefragt werden. Von vornherein auf die Anzeige kompletter Bücher ausgelegt sind Textarchive wie das Internet Archive (http://www.archive.org, nur ältere, mittlerweile gemeinfreie Titel) und Scribd (http://www.scribd.com, manche Angebote urheberrechtlich wohl problematisch, sehr gute Benutzeroberfläche). Noch sind die digitalisierten Inhalte sehr ungleichmäßig verteilt, abhängig von der Kooperationsbereitschaft einzelner Verlage und Bibliotheken. Dennoch ist zu erwarten, dass dieser Art der Literaturrecherche langfristig die Zukunft gehören wird. Wohin die Reise geht, zeigt bereits die Verlinkung von Suchtreffern mit Google Books- bzw. Libreka-Angeboten in der neuesten Version des lokalen webOPAC. Hinzu kommt, dass auch wissenschaftliche Zeitschriften zunehmend in elektronischer Form angeboten werden und ältere Bände für große Archive digitalisiert werden – am bedeutendsten sind JSTOR (http://www.jstor.org, noch englischsprachig dominiert, sehr umfangreich), Persée (http://www.persee.fr, ausschließlich französischsprachig, Komprimierung der PDF-Dateien nicht auf dem Stand der Technik) und Digizeitschriften (http://www.digizeitschriften.de, ausschließlich deutschsprachig, noch keine Durchsuchbarkeit der Digitalisate im Volltext). Den technischen Standard setzt JSTOR, das zunehmend auch deutschsprachige Zeitschriften aufnimmt (z. B. Historia und ZPE). Da eine einfache Google-Suche Ergebnisse aus allen genannten Datenquellen liefert, ist sie mittlerweile auch für wissenschaftliche Zwecke ein ausgezeichnetes Rechercheinstrument, das gerade bei speziellen Fragestellungen oft hilfreicher ist als die klassischen Hilfsmittel. Für die geschichtswissenschaftliche Arbeit weniger hilfreich, da stark naturwissenschaftlich ausgerichtet, ist bis jetzt hingegen Google Scholar (http://scholar.google.de).