Tutorium Quercopolitanum - Andreas Hartmann

16.13 Desktop-Suche

Wer kennt das nicht? Die Erinnerung, eine gewisse Datei einmal auf dem Rechner gehabt zu haben, schwindet nur langsam, das Objekt der Begierde lässt sich aber nicht finden. Hier setzen sogenannte Desktop-Suchmaschinen an, um die seit einiger Zeit geraumes Aufsehen entstanden ist. Im Grunde lieferten Windows 2000 und XP eine eigene Desktopsuche bereits mit, die sicher in vielem noch verbesserungsfähig war. Ein massiver Schwachpunkt war etwa die eingeschränkte Komplexität der möglichen Suchanfragen, sowie das Fehlen einer Dateivorschau. Demgegenüber konnte bereits der Windows-Indexdienst durch sogenannte IFilter dazu gebracht werden, zusätzliche Dateiformate zu „verstehen“ (z. B. die in JPG- oder TIFF-Dateien eingebetteten Metadaten, s. o.). Windows Vista integrierte von Haus aus die unten genannte Windows Desktop Search, die aber nur eine von mehreren Möglichkeiten zur Desktopsuche ist. Im Folgenden einige Kurzcharakterisierungen:
  1. Google Desktop: http://desktop.google.de
    Mit einer Sidebar und „personalisierten Diensten“ dringt Google weiter auf den Desktop vor. Seit Version 3 überträgt das Programm je nach Konfiguration auch persönliche Daten an Google-Server. Man sollte die Datenschutzerläuterungen bei der Installation genau lesen – wozu Google selbst auch deutlich auffordert.
  2. Windows Desktop Search: http://www.microsoft.com/windows/desktopsearch/de/default.mspx
    Ähnliches Konzept wie bei Google Desktop (Browserbasierung, Integration mit einem Websuchdienst). Vorteil: Kann die im System installierten IFilter nutzen. Nachteil: Die Vorschaufunktion ist langsam und ermöglicht kein direktes Anspringen der Suchergebnisse. Windows Vista bringt die Desktopsuche von Haus aus mit.
  3. Copernic Desktop Search: http://www.copernic.com/en/products/desktop-search/index.html
    Mit Abstand schnellstes, stabilstes und aufgeräumtestes Programm. Gute Vorschaufunktion. Bisher allerdings nur Unterstützung der häufigsten Dateiformate. Anders als bei Google bzw. Microsoft wird die Möglichkeit zur Programmierung entsprechender Plug-Ins bis jetzt kaum genutzt.